Es handelt sich um freigedrehte oder gebaute Pflanzgefäße
Die Masse ist eisenhaltig, leicht schamottiert und wird bei 1060 °C gebrannt. Dadurch ist der Scherben porös. Pflanzen können direkt in die Töpfe gepflanzt werden, atmen und leben in den Töpfen. Nässe lagert sich auch im Scherben ein, welches Pflanzen brauchen und für sie sehr angenehm ist. Leider kann die Nässe im Scherben bei winterlichen Temperaturen im Minusbereich frieren, Druck auf den Scherben ausüben und somit können Risse entstehen. Die Gefäße sind nicht winterhart, aber wären mit dichtem Scherben auch als Pflanztopf nicht geeignet, sondern es würde sich um dekorative Übertöpfe handeln.
Die Formen sind schlicht und klar, haben größere Standflächen, grob gearbeitet. Keine Nacharbeiten wie Abdrehen, Säubern etc. bedeutet, daß beim Arbeiten jeder Handgriff sitzen muß.
Der Ausdruck ist erdig. Das Gefühl Masse zu haben, die direkt aus der Erde gezogen wurde, soll bewußt erzeugt werden. Optisch werden die Farben und Formen der Pflanzen hervorgehoben.
Die Oberflächen werden zum Teil grob mit Hölzern bearbeitet. Die aufgebrachten Dekorteile (Muster, Fratzen etc.) erinnern an alte Bauten und beschützende Hausgeister. Es entsteht ein alter gelebter Ausdruck. Anschließend werden die Oberflächen mit Oxyden, Lehmen, Engoben und Kalk mit unterschiedlichen Auftragstechniken (Spritzen, Pudern, Wischen, Pinseln etc.) behandelt. Die Stoffe reagieren unterschiedlich miteinander. Diese Oberflächentechnik ist speziell von Herrn Klassen entwickelt worden.
Mit Töpfen und Pflanzen steigert sich in der Wohnung, dem Garten und /oder Balkon ein gutes Wohnklima.
Katrin Fröhlich
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